Virtueller Rundgang durch die Mainzer Stephanskirche

Am 22.10. wurde im Plenarsaal der Akademie unter Anwesenheit des Oberbürgermeisters Michael Ebling und des Kardinals Karl Lehmann das Projekt “St. Stephan virtuell” vorgestellt und die dazugehörige Website freigeschaltet.

Von Sarah Hebel am 30.10.2012 | Tags: Projektvorstellung, Vorträge

Screenshot des Panoramaviewers auf st-stephan-virtuell.de
Virtueller Rundgang durch den Kreuzgang von St. Stephan.

Viele verbinden mit der Mainzer Stephanskirche vor allem die berühmten Chagall-Fenster. Dabei geraten weitere bedeutende Aspekte oft in den Hintergrund: der mittelalterliche und frühneuzeitliche Baubestand der Kirche, der eng mit der Geschichte von Stift und Pfarrei verbunden ist. Mit der Frage, wie man diese verborgenen Schätze einer breiten Öffentlichkeit näher bringen kann, hat sich das Projekt “St Stephan virtuell” beschäftigt. Unter der Adresse www.st-stephan-virtuell.de hat nun jeder die Gelegenheit, St. Stephan in einem Panoramarundgang zu erkunden. Zu ausgewählten - vor allem inschriftentragenden - Objekten kann man Informationen abrufen, die über eine Verlinkung mit dem epigraphischen Fachportal Deutsche Inschriften Online die Möglichkeit zu einer vertiefenden Beschäftigung bieten. Das Angebot ergänzen weiterführende Texte zur Geschichte des Stiftes und den Zusammenhängen mit der Mainzer- und Reichsgeschichte.

Am Montag, den 22. Oktober wurde das Projekt im Plenarsaal der Akademie der Wissenschaften und der Literatur vorgestellt. Nach der Begrüßung durch die Präsidentin der Akademie, Frau Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, sprachen auch der Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann sowie der Oberbügermeister der Stadt, Michael Ebling ihre Grußworte. Im Anschluss stellte die Digitale Akademie die Website und die technische Umsetzung des Rundganges vor. Details zu den Inschriften präsentierte Dr. Susanne Kern von der Mainzer Arbeitsstelle der Deutschen Inschriften. In dieser ersten Version wurde der Kreuzgang mit seinen Inschriften erfasst, eine Tour durch den Kirchenraum folgt im Sommer 2013.

Oberbügermeister Michael Ebling zeigte sich vom Vorhaben beeindruckt: „Dies ist ein vorbildliches Projekt, das es ermöglicht, unsere Mainzer Kirche einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen“, sagt er in seiner Rede. „Ich bin mir sicher, dass bald die ganze Welt über St. Stephan reden wird, ohne sie vor Ort gesehen zu haben.“

“St. Stephan virtuell” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Digitalen Akademie und der Forschungsstelle der Deutschen Inschriften an der Mainzer Akademie sowie des Instituts für Geschichtliche Landeskunde und des i3mainz. Das Projekt wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Kulturstiftung Stefan Schmitz.

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