Der Inschriftenband des Landkreises Bad Kreuznach DI 34 ist nun online verfügbar

Von Marjam Mahmoodzada am 23.10.2013 | Tags: Open Access, Projektvorstellung

Der Inschriftenband DI 34 "Die Inschriften des Landkreises Bad Kreuznach" , gesammelt und bearbeitet von Eberhard J. Nikitsch ist nun online verfügbar – zum ersten Mal in der Geschichte von DI-Online mit Ergänzungen und Verbesserungen versehen.

Um aber auch die Zitierfähigkeit der Online-Ausgabe zu sichern blieb der Text unverändert. Alle vorgenommenen Änderungen wurden ausnahmslos in ein eigens angelegtes Feld am Ende der Katalognummer platziert, auf das ein spezielles Symbol zu Beginn einer Katalognummer hinweist.

Der Band umfaßt 626 Katalognummern mit erhaltenen bzw. abschriftlich, zeichnerisch oder fotografisch überlieferten Inschriften des heutigen Landkreises Bad Kreuznach aus der nachrömischen Zeit bis 1689, dem Jahr der Verwüstung weiter Teile des Gebietes durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg. Weit über 400 Inschriften konnten teils im originalen, teils im fragmentarischen Zustand nachgewiesen werden, zudem enthält die um Vollständigkeit bemühte Edition nahezu 200 bisher unbekannte bzw. unbeachtete Inschriften – insgesamt ein erstaunliches Ergebnis, das sowohl auf Baumaßnahmen und archäologische Ausgrabungen der letzten Jahrzehnte als auch auf archivalische Nachforschungen des Bearbeiters zurückzuführen ist.

Die Ergänzungen betreffen zum einen die Erweiterung des Abbildungsteils um zahlreiche Detail- und Farbfotos, die nun direkt bei der entsprechenden Katalognummer zu finden sind, zum anderen die Veröffentlichung einiger übersehener Inschriften bzw. ab dem Jahr 1993 gemachter Neufunde, die mit einer a-Nummer im Online-Katalog gekennzeichnet wurden (z.B. 1a ).

Die überwiegende Anzahl der in lateinischer und deutscher Sprache abgefaßten Inschriften stammt aus dem weiten Feld der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Sepulkralkultur, daneben finden sich aber auch zahlreiche, formal wie inhaltlich ganz unterschiedliche Inschriften aus dem Bereich des sakralen und profanen Bau- und Stiftungswesens. Andere Inschriften geben Auskunft über Personen und Wappen, erklären Bilder und figürliche Darstellungen, dokumentieren Besitz- und Rechtsverhältnisse. Als Inschriftenträger dienen überwiegend Grabdenkmäler und alle Arten sakraler Ausstattungsgegenstände, darunter vor allem Glocken und Kelche; im profanen Bereich u.a. Brunnen, Brücken, Erker, Fenster, Gebäude, Geschütze, Grenzsteine, Portale, Schießscharten und Wetterfahnen.

Hier einige anschauliche Beispiele: Glocke mit Spruch- bzw. Meisterinschrift (Nr. 38) , Grabplatte (Nr. 44) , Stifterinschrift auf einer silbervergoldeten Abendmahlskanne (Nr. 564) .

 

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